Unterwegs im Prättigau

2016

In der fünften Folge von «SRF bi de Lüt – Wunderland» ist Nik Hartmann im Prättigau unterwegs. Auf der einen Talseite ist es hüglig und sanft, auf der anderen schroff und wild. Das Prättigau ist weit mehr als eine Durchgangsstrasse von Landquart nach Klosters und Davos hinauf.

Das Wetter im Prättigau ist unbeständig. Auf seiner Reise erlebt Nik, Sonne, Regen und einen kräftigen Wintereinbruch mit Schnee bis in tiefe Lagen.

Hundertausende von Bergnarzissen, sollen oberhalb des Dorfes Mitte Mai bis Mitte Juni blühen. So sagen zumindest die Seewiser. Doch das Wetter im Prättigau macht, was es will. Nicht ganz so zahlreich strecken die Blumen ihre Köpfe hervor, wenn Nik vorbeiwandert. Feldmauser Florian Fausch erzählt Nik, warum die Narzissen von den Tieren gemieden werden.

Nina Caprez, eine der weltbesten Felskletterinnen, will Nik den Rätikon zeigen. An der Grenze zu Österreich finden sich viele Lieblingsrouten der jungen Frau. Nik und Nina treffen sich in Küblis in der Kletterhalle. «Hinter dem Mond links», wie die Sankt Antönier werben, starten sie ihre Schneeschuhtour zur Carschinahütte. Dort können sie Ninas schneebedeckte Kletterfelsen nur aus der Ferne bestaunen. Den Abend verbringt Nik im Hotel Sulzfluh. Er probiert die Prättigauer Spezialität «Chäsgätschäder» und erlebt einen zauberhaften Sternenhimmel.

Am zweiten Tag giesst es wie aus Kübeln. Nik ist froh, dass er mit Peter Egli im Trockenen abgemacht hat. Beim Bauer und Schlittenbauer hat eben Schlitten Nummer 600 die Werkstatt verlassen. Peter Egli baut stabile, hochwertige «Gögel», wie die Schlitten im Prättigauer Dialekt heissen. Weiter zieht es Nik hinauf zu den Maiensässen von Conters. Hedi Senteler lebt ganzjährig hier oben. In wenigen Wochen kommen dann auch die Kühe hinauf. Zuvor hat Hedi Senteler für drei Wochen Künstler auf die Maiensässe eingeladen. Nik besucht mit ihr deren Kunstwerke und übernachtet im Maiensäss.

Zum Abschluss seiner Reise geht Nik nach Furna. Die Streusiedlung liegt hoch über dem mittleren Prättigau. Beni und Hänggi Bärtsch zeigen Nik, wie man Schrägzäune stellt. Das sind Abgrenzungen, die ohne Nagel und Draht aufgestellt werden. Zum Abschluss lädt ihn die Furner Bevölkerung zu einem Spiel ein. Dazu braucht es ein «Huri», einen Bock, Schindeln und Stecken. Im Frühling nach der Schneeschmelze oder im Sommer auf der Alp «hürnen» die Furner. Ein Spiel nur für Buben und Männer.