Val Müstair GR

2018

In der letzten Folge «SRF bi de Lüt – Wunderland» ist Nik Hartmann im Val Müstair unterwegs. Er startet im Kloster St. Johann in Müstair. Priorin Domenica gibt ihm gleich den Anstoss für sein Ziel: über den Dreitausender Piz Umbrail zum schönsten Bergsee der Region, dem Lai da Rims.

Vor acht Jahren war im Münstertal der Bär los. Wird ihm Nik Hartman auf seinen Wanderungen begegnen, oder ist die Chance höher, Dario Cologna zu sehen oder vielleicht sogar einen Bartgeier zu erblicken? Sicher ist, dass Nik ­– und da ist man sich im Tal auch ausserhalb der Klostermauern einig – das Münstertal nicht verlassen darf, ohne den Lai da Rims gesehen zu haben.

So klein das Tal auf den ersten Blick scheint, gibt es für Nik auf seinem Weg ganz viel zu entdecken. Auf der Südseite des Piz Terza lässt er sich von uralten Arven- und Lärchenbäumen verzaubern. Er erfährt unterwegs vom Tüftlerpaar Beretta, wie aus Arvenzapfen und Berggetreide der beste Alpenlikör entsteht.

Am zweiten Tag wird Nik vom Wanderer zum Reiter: Das wilde Val Mora wartet auf ihn. Iris Hauschild nimmt ihn zu Pferd mit auf ein Tagestrekking. Unberührte und urtümliche Natur in einem Hochtal, das sich zehn Kilometer lang auf über 2000 Metern hinzieht. Auch den Tieren gefällt diese Idylle; Murmeltiere und Steinböcke, Steinadler und Bartgeier sind hier daheim. Das Val Mora ist zudem voller wundersamer Geschichten und schauerlicher Sagen. Besonders mit der «Mumma Veglia», der alten Mutter, soll es sich der Reiter nicht verscherzen.

Noch hat Nik sein Ziel nicht erreicht: den angeblich schönsten Bergsee Graubündens, den Lai da Rims. Ruedi Imboden führt seinen Schützling ins raue Hochgebirge. Als ehemaliger Grenzwächter und Bergführer kennt der 80-Jährige die Region wie kein Zweiter. Ein militärhistorischer Pfad führt zum Piz Umbrail, wo die beiden an Ruinen aus dem Ersten Weltkrieg vorbeikommen. Bloss: Schaffen sie es bis zum Gipfel auf über 3000 Metern Höhe und anschliessend runter zum Lai da Rims? Der Winter war streng und die Schneemassen bleiben in diesen Höhenlagen lange liegen.

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