Nach dem «IS»

  • Dienstag, 1. November 2016, 23:25 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 1. November 2016, 23:25 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 2. November 2016, 17:35 Uhr, SRF info
    • Donnerstag, 3. November 2016, 10:30 Uhr, SRF 1
    • Freitag, 4. November 2016, 11:00 Uhr, SRF info
    • Samstag, 5. November 2016, 10:25 Uhr, SRF info

Die militärische Niederlage des «Islamischen Staats» im Irak und in Syrien ist unausweichlich. Sind der Terror und seine Ideologie dann wenigstens dort endgültig besiegt? Oder muss sich Europa noch stärker auf Risiken durch heimkehrende Dschihadisten oder verwirrte Einzelgänger einstellen?

Im Nahen Osten wird viel geschehen müssen, damit den extremistischen Ideologien der Nährboden entzogen und Frieden möglich wird.

Zuerst einmal muss die humanitäre Situation für mehrere Millionen Flüchtlinge in der Region selber schnellstmöglich verbessert werden. Es müssen Waffenstillstände möglich gemacht werden zwischen den verbleibenden bewaffneten Konfliktparteien, vor allem in Syrien. Reformen müssen angepackt und angemessene Vetretungen der Ethnien im Irak und in Syrien sichergestellt werden. Der Wiederaufbau muss beginnen. Und einer ganzen Generation, die in einem Alltag der Gewalt aufgewachsen ist, muss eine Perspektive geboten werden.

Europa wiederum muss sich schützen, damit Dschihad-Rückkehrer, radikalisierte Einzelgänger oder neue Gruppierungen nicht zum andauernden Risiko werden für Alltag, Zivilisation und Kultur. Grenzkontrollen, Haftstrafen und «Deradikalisierung» werden nicht ausreichen dafür. Und Diskriminierung und Islamophobie können schon gar nicht das Erfolgsrezept sein, um dem Extremismus in Europa den Nährboden zu entziehen.

Florian Inhauser diskutiert mit

  • Pascal Weber, SRF-Korrespondent Naher Osten
  • Michael Gerber, SRF-Korrespondent in Paris
  • Nicolas Hénin, französischer Autor, ehemaliger Gefangener des IS (Tagesschau-Bericht vom 7. Mai)

Artikel zum Thema

Daniel Blickenstorfer