Stars live: Ballettaufzeichnung mit Heinz Spoerli

Video «Stars: Heinz Spoerli» abspielen
Video nicht mehr verfügbar

Mit der umjubelten Choreographie «Wäre heute morgen und gestern jetzt» hat sich Heinz Spoerli im Dezember 2011 vom Opernhaus Zürich verabschiedet. Ein makellos schönes Beispiel für die Kunst des Tanzmachers, der 16 Jahre lang in Zürich Tanzgeschichte schrieb.

Der Choreograph Heinz Spoerli hat eine Vorliebe für philosophisch verschlungene Titel: In «Wäre heute morgen und gestern jetzt» propagiert er die Auflösung der Zeit: das pure Sein jenseits jeglichen Zeitgefühls, jenes Eingebettetsein in etwas allumfassendes Ganzes. Es ist auch ein Bekenntnis zur Kraft des Glaubens und die Macht der Kunst.

Alles fliesst, alles ist organisch miteinander verbunden - und strebt letztendlich empor: präziser Tanz auf der Spitze, anmutige Hebungen, Grazie. Auch Bachs «Magnificat», jener Lobgesang Marias nach der Ankündigung der Geburt Jesu, ist eine Art Erhebung. Er bildet den zweiten Teil und gleichzeitig das pulsierende Herzstück der Choreographie. Ihm vorangestellt ist eine Collage berückend schöner Sonaten, Arien und Choräle Johann Sebastian Bachs.

In dieser SRF-Koproduktion steht dem Zürcher Ballett das Barockorchester La Scintilla mit seiner Konzertmeisterin Ada Pesch zur Seite. Mit Marc Minkowski hat ein ausgewiesener Spezialist für Alte Musik die musikalische Leitung inne.