Gurlitts Schatten

  • Sonntag, 5. November 2017, 11:55 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 5. November 2017, 11:55 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 7. November 2017, 13:00 Uhr, SRF info
    • Samstag, 11. November 2017, 9:35 Uhr, SRF 1

60 Jahre lang waren sie verschollen, dann fand man sie in München und Salzburg: 1400 Kunstwerke - Ölgemälde und Zeichnungen. Es war der grösste Kunstfund aller Zeiten. Der Jahrhundertschatz des Cornelius Gurlitt. Was steckt hinter dem Fund, und woher stammen die Bilder? Ein Film von Stefan Zucker.

Die Doku-Fiktion «Gurlitts Schatten» erzählt die Geschichte eines alten Mannes, der jahrzehntelang zurückgezogen, beinahe vereinsamt, gelebt hatte. Inmitten eines riesigen Bilderschatzes von unermesslichem Wert lebte Cornelius Gurlitt völlig abgeschieden und unbemerkt. Kaum jemand wusste von der umfangreichen Kunstsammlung seines Vaters, Hildebrand Gurlitt. Dieser war während der Zeit des Nationalsozialismus einer der wichtigsten Kunsthändler in Deutschland. Wusste Cornelius Gurlitt, auf welchem Schatz er sass? Hatte er eine Ahnung davon, wie heikel sein Geheimnis war?
Mit der Entdeckung der Bilder wurde Cornelius Gurlitt jäh an die Öffentlichkeit gezerrt, der Fall machte weltweit Schlagzeilen, die Behörden waren überfordert. Einmal mehr musste sich Deutschland seiner historischen Verantwortung stellen.
Der Film «Gurlitts Schatten» taucht ein in die Welt des seltsamen Herrn Gurlitt, zeichnet anhand der Ermittlungsakten minutiös nach, wie es dazu kam, dass die Bilder entdeckt wurden und versucht, das völlig Unerwartete zu ergründen: In seinem Testament vermacht Cornelius Gurlitt nämlich sein gesamtes Vermögen dem Kunstmuseum Bern. Der Skandal ist perfekt. Doch welche Bilder kommen in die Schweiz? Was davon ist Raubkunst, und was darf Bern behalten?
Ab dem 2. November ist ein Teil der Sammlung des Cornelius Gurlitt im Kunstmuseum Bern zum ersten Mal einer breiten Öffentlichkeit zugänglich.

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