Koudelka - Shooting Holy Land

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Der tschechische Magnum-Fotograf Josef Koudelka wuchs hinter dem Eisernen Vorhang auf und wurde berühmt mit seinen Fotografien vom Einmarsch der sowjetischen Truppen in Prag 1968. 50 Jahre später steht er fassungslos vor der neun Meter hohen Mauer, die Israel in der Westbank errichtet hat.

Die massive Grenzmauer aus Beton, die der Staat Israel in der Westbank errichtet hat, erschüttert den Magnum-Fotografen so sehr, dass er ein mehrjähriges Fotoprojekt in der Region beginnt, mit dem er die harsche Realität von Gewalt und Konflikt sehen und dokumentieren will. Seine Begegnungen dies- und jenseits der massiven Mauer, seine Fotografien des von Beton und Stacheldraht zerrissenen und zerstörten «heiligen Landes» erzählen vom tragischen Wahnwitz eines politischen Konflikts, der Nachbarn zu Feinden und zwei Länder zu Gefängnissen macht. Die imposanten Schwarz-Weiss-Bilder der Mauer manifestieren in ihrer Strenge und Nüchternheit die Absurdität der tiefen Kluft.

Die Stille, mit welcher der junge Filmemacher Gilad Baram den Fotografen begleitet, ermöglicht dem Zuschauer auch, die Arbeitsmethode und Weltwahrnehmung des Magnum-Fotografen kennen zu lernen. «Koudelka - Shooting Holy Land» ist Barams Dokumentarfilmdebüt. Der Film wurde weltweit auf zahlreichen Filmfestivals ausgezeichnet.