Harry Belafonte – Sing Your Song

  • Sonntag, 12. Oktober 2014, 23:25 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 12. Oktober 2014, 23:25 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Samstag, 18. Oktober 2014, 12:20 Uhr, SRF info
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Harry Belafonte verkaufte zeitweise mehr Platten als Elvis Presley. Doch hauptberuflich ist er vor allem eines: politischer Aktivist. Seine Auftritte sind mehr als Konzerte, sie sind ein Statement für Humanität, Gerechtigkeit und Frieden. Der Film dokumentiert das bewegte Leben des Weltstars.

Harry Belafonte wurde 1927 als Harold George Bellafanti Jr. in Harlem geboren. Es ist die Zeit der grossen Depression. Seine Eltern sind illegale Einwanderer aus Jamaika: sein Vater ein alkoholabhängiger Matrose, seine Mutter eine Hilfsarbeiterin namens Malvene Love.

Nach der Schule ging Belafonte zunächst zur U.S. Navy. Nach dem Besuch eines Theaterstücks, in dem auch Paul Robeson auftrat, beschloss er, Schauspieler zu werden. In New York war er in der gleichen Schauspielklasse wie Tony Curtis und Marlon Brando. Eines Tages sollte er in der Umbaupause ein bisschen singen: der Anfang seiner Karriere als Musiker.

Er experimentierte zunächst mit karibischer Folkmusik und dem Sound aus Trinidad. Sein «Banana Boat Song» machte den «King of Calypso» 1956 weltberühmt. Später entwickelte er sich zum vielseitigen Weltmusiker. Er verhalf ganz unterschiedlichen Künstlern wie Miriam Makeba, Nana Mouskouri und Bob Dylan zu Bekanntheit beim US-amerikanischen Publikum.
Im Dokumentarfilm von Susanne Rostock kommen Musikerfreunde, seine Familie und weitere Persönlichkeiten zu Wort. «Sing Your Song» dokumentiert auch eindringlich Belafontes Freundschaft zu Martin Luther King Jr., mit dem er gemeinsam gegen die Rassendiskriminierung kämpfte. Das politische Engagement wird von da an der wichtigste Teil seines Lebens. Die von Belafonte organisierten Benefizkonzerte bringen Milliarden Dollar auch nach Afrika. Heute noch engagiert sich der 87-jährige politisch - und erregt mit seiner Kritik an der amerikanischen Aussen- und Sozialpolitik nach wie vor Aufsehen.