Gewalt im Namen Buddhas

  • Sonntag, 12. November 2017, 10:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 12. November 2017, 10:00 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 14. November 2017, 11:00 Uhr, SRF info
    • Samstag, 18. November 2017, 7:45 Uhr, SRF info

Meditation, Dalai Lama, Achtsamkeit: Der Buddhismus gilt als die friedfertige Religion schlechthin. Bilder von prügelnden Mönchen, die uns seit einigen Wochen aus Myanmar erreichen, passen da schlecht ins Bild. Zeit, den Buddhismus und seine Auslegung kritisch zu hinterfragen.

Kahlgeschorene Männer in roten Roben predigen fanatisch den Hass gegen die Rohingya, eine muslimische Minderheit in Myanmar, und scheuen sich nicht davor, bei deren Vertreibung selber Hand anzulegen. Es sind burmesische Mönche, die sich den Lehren Buddhas verpflichtet sehen. Sie erschüttern regelrecht unsere Vorstellung einer idealen Religion, die nach innerer und äusserer Harmonie strebt und Gewaltlosigkeit predigt. Sind die Gewaltexzesse in Myanmar die Ausnahme, die die Regel bestätigen oder hat der Buddhismus - wie alle anderen Religionen auch - eine Gewaltgeschichte? Amira Hafner-Al Jabaji im Gespräch mit der Religionswissenschaftlerin und Asienspezialistin Karénina Kollmar-Paulenz.
Buchhinweis:

  • Buddhism and violence, ed. by Vladimir Tikhonov et al., Routledge, New York, 2014
  • Buddhist Warfare, ed. by Michael Jerryson et al., Oxford University Press, Oxford, 2010

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