Hans Ruh: Die Aufklärung ist gescheitert

  • Sonntag, 6. Mai 2018, 10:30 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 6. Mai 2018, 10:30 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 8. Mai 2018, 11:30 Uhr, SRF info
    • Samstag, 12. Mai 2018, 8:10 Uhr, SRF info

Der 85jährige Hans Ruh war Professor für Sozialethik an der Universität Zürich. Er erlebte die 68er Bewegung und die Ost-West-Annäherung in der Zeit des Kalten Krieges. Unermüdlich setzt er sich für soziale Gerechtigkeit ein und warnt vor dem wachsenden Populismus als Folge eines neuen Feudalismus.

Hans Ruh hat sich zeitlebens für soziale Gerechtigkeit und Frieden engagiert. Studiert hat er beim grossen Schweizer Theologen Karl Barth. Dessen Denken prägte ihn bis heute. Als Theologe sah er seine Aufgabe nicht darin, sich lediglich mit dem biblischen Wort zu beschäftigen. Vielmehr suchte er aktiv nach Lösungen für die Probleme unserer Zeit. Er engagiert sich in der Entwicklung von ethischen Finanzprodukten, setzt sich für das bedingungslose Grundeinkommen ein und warnt vor dem neuen Feudalismus, der die Populisten befeuert. Die Aufklärung hält er für gescheitert. Heute ginge es vielen Menschen schlecht, sie fühlten sich abgehängt. Rechtsstaat, Wahrheit und Gerechtigkeit interessierten sie nicht mehr. Mit Amira Hafner-Al Jabaji redet er über die Macht von Geld und Status, über das Scheitern der Aufklärung und seinen Glauben.

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