Karl Marx und der Klassenkampf

  • Sonntag, 6. Mai 2018, 10:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 6. Mai 2018, 10:00 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 8. Mai 2018, 11:00 Uhr, SRF info
    • Samstag, 12. Mai 2018, 7:40 Uhr, SRF info
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Karl Marx schrieb Werke von Weltrang, doch er starb kaum bekannt im Londoner Exil. Erst Jahre später entfaltete sich die Sprengkraft seiner Ideen. Seine Lehre wurde zu einer Ersatzreligion, auch wenn der Urheber sich nie als Glaubensstifter verstand. Ein filmisches Porträt mit Spielszenen.

«Ich bin kein Marxist», kokettierte Karl Marx, (1818 - 1883), der wie kein Deutscher seit Luther die Weltgeschichte beeinflusste. In seinem Hauptwerk «Das Kapital» sezierte er, geprägt von dialektischen und materialistischen Modellen seiner Zeit, mit brillanter Tiefenschärfe die komplexen Zusammenhänge von Geld und Warenwelt. Seine Sicht auf das soziale Elend der frühen Industriezeit schärfte der Fabrikantensohn Friedrich Engels. Von seinem Freund inspiriert, schuf Marx 1848 im «Kommunistischen Manifest» das theoretische Rüstzeug für eine internationale Arbeiterbewegung. Sein Gedankengut inspirierte sozialdemokratisch orientierte Parteien, diente aber auch als Legitimation für kommunistische Diktaturen des späteren «Ostblocks».
Bedrängt durch die preussische Regierung verbrachte Marx die Hälfte seines Lebens als politisch Verfolgter im Exil, wo er wenig bekannt, gezeichnet von Krankheit und Schicksalsschlägen, verstarb.
Der Film von Peter Hart zeichnet mit Hilfe von Spielszenen und Experten ein Porträt des prägenden Denkers, aber auch des Familienvaters und Privatmannes Karl Marx.

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