Konzernverantwortung: Gelten Menschenrechte weltweit?

  • Sonntag, 3. Juni 2018, 10:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 3. Juni 2018, 10:00 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 5. Juni 2018, 11:00 Uhr, SRF info
    • Samstag, 9. Juni 2018, 7:40 Uhr, SRF info

Schweizer Konzerne sollen auch im Ausland Menschenrechte und Umweltstandards einhalten. Dieses Anliegen wollen Hilfswerke und andere Organisationen mithilfe der Konzernverantwortungsinitiative in der Verfassung verankern. Die Initiative ist naturgemäss umstritten.

Nahrungsmittelkonzerne treiben Kleinbauern mit überteuertem Saatgut in den Ruin. Berichte über Kinderarbeit, Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden stehen häufig in den Schlagzeilen. Die Vorwürfe betreffen auch Schweizer Firmen im Ausland. Die Schweiz setzt hier bisher auf Freiwilligkeit und Selbstverantwortung. Neu sollen sich Schweizer Konzerne und ihre Tochtergesellschaften für Verletzungen von Menschenrechten und für Umweltschäden im Ausland vor Schweizer Gerichten verantworten müssen. Moralisch gut gemeint, aber der falsche Weg, urteilt der Ethiker Markus Huppenbauer über die Initiative. Die Probleme liessen sich nicht mit Gesetzen lösen. Bernd Nilles, Direktor des Hilfswerks Fastenopfer, erklärt hingegen, die Selbstverantwortung sei eine Alibiübung und greife zu kurz. Wie verantwortungsvoll wirtschaften Schweizer Konzerne im Ausland? Lässt sich die Situation mithilfe der Initiative verbessern, oder ist sie kontraproduktiv? Sollen sich insbesondere kirchliche Hilfswerke in dieser Frage politisch engagieren? Markus Huppenbauer und Bernd Nilles debattieren darüber unter der Leitung von Norbert Bischofberger.

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