Raiffeisen - Friedrich, Amalie und eine Idee

  • Sonntag, 3. Juni 2018, 10:30 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 3. Juni 2018, 10:30 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 5. Juni 2018, 11:30 Uhr, SRF info
    • Samstag, 9. Juni 2018, 8:10 Uhr, SRF info
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Vor 200 Jahren wurde Friedrich Wilhelm Raiffeisen in Deutschland geboren, der Begründer einer genossenschaftlichen Bewegung. Wer war dieser Mann? Eine Dokumentation nähert sich ihm durch den Blick seiner Tochter Amalie, die für ihren Vater und sein Werk auf ein eigenständiges Leben verzichtete.

Die genossenschaftliche Raiffeisenbank steht seit Monaten in den Schlagzeilen und in der Kritik, sich von ihren Wurzeln entfernt zu haben. Welche Wurzeln sind das? Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818-1888) ist der Begründer einer genossenschaftlichen Bewegung, die mittellosen Bauern den Zugang zu Darlehen eröffnete. Die Bewegung entwickelte sich vom einfachen Hilfsverein auf dem Land zu einem System nachhaltigen Wirtschaftens, das sich weltweit etablierte. Heute sind Millionen Menschen weltweit in Genossenschaften nach dem System Raiffeisen organisiert. Wie nahm diese Bewegung ihren Anfang? Es war die Zeit, als Sozialdenker wie Adolph Kolping und Karl Marx sich bemühten, die Gesellschaft zu verändern. Als Sozialreformer war Raiffeisen zutiefst geprägt von seinem evangelischen Glauben. Raiffeisen war aber auch unerbittlicher Familienvater und stützte sich stark auf die Hilfe seiner Tochter Amalie. Sie war seine Mitarbeiterin und Lebensbegleiterin - und zahlte einen hohen Preis: Amalie verschrieb sich dem Traum ihres Vaters und verzichtete auf ein selbstbestimmtes Leben. Mit Hilfe von Spielszenen und Experten spürt die Dokumentation von Mena Scheuba-Tempfer dem Leben und Wirken von Friedrich Wilhelm Raiffeisen und seiner Tochter nach.