Auf den Movember folgt der Glezember

Bis zum letzten Wochenende dauerte der Movember (Wortkreuzung aus Moustache und November) viele Männer haben sich in den letzten vier Wochen einen Schnauz wachsen lassen, um Geld zu sammeln für die Krebsforschung. Auch unser Stilsheriff hat sich darum einen Schnurrbart wachsen lassen.

Bildlegende: Andrea Monica Hug

Doch jetzt ist Dezember, und nun sagt er, frisch rasiert; Zeit für den Glatten Dezember oder Glezember!

SRF-3-Stilfachmann Jeroen van Rooijen ist wieder glatt rasiert, der Schnauz ist ab. Und er selbst um eine Erkenntnis reicher. «So ein Schnauzer ist ein ziemliches Projekt», sagt van Rooijen, «Man muss immer dran sein und kann ihn nicht vernachlässigen, sondern muss täglich nachrasieren.» Schnauz und Dreitagebart gingen schlecht zusammen, so der Stilfachmann. Dazu kommt: So ein Schnauz verändert einen. Man sieht strenger aus. Ausserdem macht einen der Schnauz gefühlte fünf bis zehn Jahre älter.

Jeroen van Rooijen über seine Erfahrungen als Schnauzträger: «Die meisten Männer fanden es cool und irgendwie schräg, aber: Die Frauen reagierten meistens ablehnend, sie fanden den dünnen Schnauz nur abartig und ein bisschen gruusig.» Das Problem sei auch: Man müsse mit einem solchen Schnauz stets perfekt angezogen sein, also dressed-up, sonst sähe er provinziell aus, meint van Rooijen.

Der Stilfachmann ist nun also konvertiert und sagt: Glatt muss es wieder sein, fertig mit Schnauz, und auch fertig mit den Bärten, denn: Beides macht einen nicht jünger oder sexyer. Diese Hipsterbärte seien jetzt Mainstream und damit ein Fall für die Geschichtsbücher. «Der Bart hat seine Originalität eingebüsst, seit sogar grundsolide Schweizer Möbelhäuser bärtige Männer auf den Titelseiten ihrer Kataloge haben», sagt Jeroen van Rooijen.

Autor/in: Jeroen van Rooijen, Redaktion: Jeroen van Rooijen