Fashion for Fitness

Neujahr ist die Zeit der guten Vorsätze, und der Januar darum die umsatzstärkste Zwit in den Fitnesscentern: In Scharen kommen die, die beschlossen haben, etwas für Figur und Kondition zu tun. Dort angekommen stellt sich dann die Frage: Was ziehe ich an?

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Neumitglieder erkennt man nicht nur daran, dass sie sich jeden Handgriff von Trainern erklären lassen und unter Aufsicht trainieren, sondern auch daran, wie sie angezogen sind. Die einen tragen eine alte Trainerhose, mit der sie sonst daheim auf der Couch hockten und sich die Speckrollen anfrassen, die sie jetzt wieder wegzustrampeln probieren, dazu ein verwaschenes, schlabbriges T-Shirt vom Open Air St.Gallen 1994 und ein paar notdürftig geputzte alte Turnschuhe... Die anderen sind derart fully dressed und in brandneuer Kleidung aufgebrezelt, dass man seinen Augen kaum traut.

Doch das ist immer noch besser als die, die gegen die Dresscodes von Fitnesscentern verstossen, zum Beispiel in ärmellosen Muskelshirts, in denen man freie Sicht auf die ganzen Fett- oder Muskelberge hat oder kurzen Höschen, die mehr offenbaren, als anderen Trainierenden lieb ist. Tabu sind auch Flipflops oder Klettersandalen. Das ist keine übertriebene Beschränkung der individuellen Rechte, denn es geht im Fitnesscenter nicht nur um die eigene Entfaltung. Es sind andere Trainierende da, und die haben auch Rechte. Etwa, dass sie nicht belästigt werden. Und belästigen kann man Menschen auch mit unpassender oder anstössiger Kleidung. Ausserdem geht es um hygienische Aspekte: der Körper des Trainierenden sollte nicht unnötig mit den Kraftmaschinen in Kontakt kommen. Die Muskelboys und Bodybuilder in ihren ärmellosen Leibchen sind die modisch Schwererziehbaren. Sie gehören in abgesonderte Krafträume, wo andere sie nicht sehen müssen. Die Stöhnen ja auch gerne laut beim Trainieren.

Die Minimalanforderungen
Es gibt unterschiedliche Arten von Fitness - von A wie Aerobic bis Z wie Zumba, dazwischen Pilates, Ausdauer - und die haben alle ihre eigenen Bekleidungsvorstellungen. Drei Dinge sind aber immer entscheidend: Hosen bis mindestens zum Knie, T-Shirt mit mindestens 15 Zentimetern Ärmel und saubere Schuhe mit hellen Sohlen. Für normales Fitness, also Stärkung der Muskelgruppen an verschiedenen Maschinen, sind eine lange, leichte Sporthose und ein schlichtes T-Shirt, am liebsten ein Poloshirt, ideal. Dazu kommen leichte Turnschuhe. Fürs Yoga muss die Kleidung etwas enger geschnitten und dehnbarer sein. Zumba ist dann wieder eine Welt für sich, zu diesem fröhlich-temperamentvollen Sport gehört ein ganzer Lifestyle.

Zu einer gut ausgerüsteten Sporttasche gehören ein frisches Handtuch, das man auf die Kraftmaschinen legt, bevor man sich drauf setzt! sowie Frotteetuch zum Duschen. Dann Duschgel und Pflegeprodukte, um sich danach frisch zu machen. Ein leichtes, anregendes Parfum wirkt nach dem Sport angenehm. Eine frische Unterhose, denn die vom Fitness ist ja verschwitzt. Dasselbe gilt für die Socken.

Autor/in: Jeroen van Rooijen