Mode- und Textilstadt St. Gallen

St. Gallen ist von Alters her eine weltbekannte Textilstadt. Sie war Jahrhunderte lang das Synonym für qualitätsvolle Stoffe und Stickereien. Wer St. Gallen auf der Visitenkarte stehen hatte, war ein gern gesehener Gast in den Couture-Salons in Paris. Einiges davon hat bis heute überlebt. 

Albert Kriemler von Akris an der Paris Fashion Week.
Bildlegende: Albert Kriemler von Akris an der Paris Fashion Week. PD

Früher

  • Um 1550 beginnt mit hochwertigen Leinenwaren die Erfolgsgeschichte von St. Gallen als Textilzentrum
  • 50 Jahre später sind St. Galler Textilien die wichtigsten Exportartikel der Eidgenossenschaft
  • Ab 1725 stellen die Baumwoll-Unternehmer in Textilfabriken noch feinere Stoffe her
  • Zu Beginn des 19. Jahrhunderts perfektionieren die St. Galler das mechanische Sticken mit Maschinen
  • Mit dem ersten Weltkrieg folgt der Abstieg der stolzen Textilindustrie
  • In den 1950er- und 60er-Jahren fängt sich die Branche etwas auf

 

Heute

  • Die Bedeutung der St. Galler Textilindustrie ist nicht mit früher zu vergleichen
  • Dennoch spielt St. Gallen in der internationalen Mode eine wichtige Rolle - dank wenigen kleinen, innovativen und hochspezialisierten Firmen
  • Wichtige Namen sind Jakob Schlaepfer, Forster-Rohner und Bischoff Textil
  • Nicht zu vergessen ist die Firma Akris, die einzige Schweizer Luxus-Modefirma von Weltrang

Autor/in: Jeroen van Rooijen