Schals – die Trends in diesem Winter

Der Schal hat sich vom ungeliebten Halswickel für kalte Tage zum modischen Accessoire par excellence gemausert. Doch welchen Schal trägt man heute - und wie?

Im Trend: Gestrickte, voluminöse Schals.
Bildlegende: Im Trend: Gestrickte, voluminöse Schals. Modeblog melimelooo.blogspot.ch

Beim Schal ist in den letzten Jahren viel passiert. Der modische Wandel begann etwa vor sechs, sieben Jahren. Zuerst waren es die Frauen, seit vier Jahren auch massiv die Männer, die Schals tragen. Als Mann trug man damals einen mehrfarbig gestreiften gestrickten Schal. Der sieht heute allerdings nicht mehr modern, sondern schon wieder alt aus.

Gegenüber den fein gestrickten Schals haben zwei Kategorien Boden gutgemacht: Zum einen die grossen, gewobenen Schals aus gewebter Ware bzw. glattem Stoff, der oft bedruckt ist und sehr voluminös eingesetzt wird. Zum anderen der grob gestrickte, extralange Schal, der wie selbst gemacht aussieht und bis zum Boden reicht.

Auffällig ist, wie die Schals an Materialvolumen zu gelegt haben. Als Garne sind Seide, Cashmere und Merinowolle hoch im Kurs. Im Bereich der gewebten Tücher gibt es auch Kreationen mit Modal. Vorbei sind die billigen, elektrischen Acrylschals, die knistern, wenn man sie auszieht.

Bei den Farben sind warme Rottöne und ein ganzes Spektrum von leicht verwaschen wirkenden Blautönen die Favoriten. Es sind es nicht so sehr die primären Töne als die angestaubten, verschossenen oder verwaschenen Zwischentöne, die gefragt sind.

Beliebt sind auch Farbverläufe und grossformatige Muster, die spannender als Unis wirken. Ausgereizt sind zwei Druckmotive: Totenköpfli und Leopardenmuster. Diese Muster sind nicht mehr originell, sondern breitester Mainstream geworden.

Autor/in: Jeroen van Rooijen