Zieht euch warm an: Die Fashion-Trends für die nächste Saison

In diesen Tagen werden in den Modeboutiquen die Gestelle aus- und neu eingeräumt, denn die neue Herbstmode kommt in die Geschäfte. Gleichzeitig liegen am Kiosk die extradicken Modemagazine mit den neuen Herbsttrends, die den Leserinnen von der neuen Dringlichkeit aus Paris und Mailand berichten.

«Viktor & Rolf»-Modeschau für den Wintersaison 2014/15.
Bildlegende: Ein «Viktor & Rolf»-Model für die Wintersaison 2014/15. Keystone

Doch die Bedeutung von Trends nimmt ab. Heute existiert alles parallel. Dieselbe Mode wird von Teenagern und Best Agers getragen. Trends kommen kaum noch aus der Mode, sondern existieren weiter, bis sie von neueren Phänomenen überlagert werden und woanders wieder auftauchen. Wir leben in einer Zeit des fortlaufenden Multiplizierens. Das macht die Mode spannend, aber auch unübersichtlich.

Man ruft das eine aus zum Beispiel Essenzialität und einen neuen Minimalismus , auf der anderen Seite gibt es hyperkomplizierte Drucke, New Punk, eine neue Folk-Mode und auch Sportswear hat noch immer viel Neues zu bieten.

Die neue Mode entsteht nicht mehr nur auf den Laufstegen oder Leinwänden, sondern auf der Strasse und immer mehr auch als Destillat des Stroms digitaler Bilder im Netz. Statt eines einzelnen grossen Trends gibt es Dutzende von möglichen Styles und die wichtigste Währung ist Individualität. Es gibt den einen Modeschöpfer nicht mehr, der die Richtung vorgibt.

Man liest in den Modemagazinen dieser Tage weniger von Must-haves, also von Statusobjekten, dafür viel von Essentials man sucht wieder nach Dingen, die man wirklich brauchen kann. Wer gute Sachen hat, der braucht wirklich nicht viel Neues, um einen Update der Garderobe zu machen. Das ist auch sinnvoll so, denn wir sollten lernen, weniger Menge und mehr Qualität zu kaufen Sachen, die eine Weile gut bleiben. Die können dann auch etwas mehr kosten.

Fünf Dinge, welche die modebewusste Frau diesen Herbst haben muss:

- Ein grosser, weiter Mantel oder eine wuchtige Lammfelljacke
- Ein gestricktes Kleid
- Den klassischen Hosenanzug
- Ein cooler Sweater mit Print
- Weit geschnittene Hosen

Fünf Dinge, welche im Kleiderschrank des Mannes nicht fehlen sollten:

- Ein zweireihiges Sakko
- Ein schmal geschnittenes Jeanshemd
- Eine Strickkrawatte
- Dunkle Raw-Denim-Jeans
- Double-Monk-Strap Schuhe mit zwei Laschen

Autor/in: Jeroen van Rooijen