Camper vs. Mauer

Was früher als bieder galt, ist heute im Trend: 50 000 Wohnmobile sind in der Schweiz bereits immatrikuliert. 1990 waren lediglich 17 000 Camper unterwegs. Aus technischer Sicht sind die Fahrzeuge zwar sicher, trotzdem birgt die Fahrt mit einem Wohnmobil einige Risiken – wie ein Crashtest zeigt.

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Tod im Wohnmobil: Crashtest mit verheerenden Folgen

7:00 min, aus Kassensturz vom 4.4.2017

Der TCS hat am 6. März 2017 zusammen mit Euroconsumers und der Sendung Kassensturz einen Crash-Test mit einem Wohnmobil durchgeführt. Dabei fuhr der Camper mit einer Geschwindigkeit von 40 km/h frontal gegen eine Mauer. Der Test hat auf eindrückliche Weise gezeigt, was bereits bei einem Unfall mit geringer Geschwindigkeit und ungesicherten Passagieren und Gegenständen passieren kann.

Drei von fünf Insassen hätten den Unfall unter realen Bedingungen wahrscheinlich nicht überlebt. Das Problem ist ungesichertes Reisegepäck und Gegenstände, die bei einem Aufprall wie Geschosse durch den Camper fliegen können. Vor allem aber kann das Anschnallen der Passagiere im hinteren Teil des Wohnmobils Leben retten. Statistisch gesehen sind die Mitfahrer bei einem Unfall deutlich gefährdeter als die Fahrer, da sie oft nicht angeschnallt oder in einer falschen Position sind.

Camper fahren will gelernt sein

Gemäss einer Untersuchung von Crashtest-Experten der Deutschen Versicherungswirtschaft von 2016 kommt es hauptsächlich wegen der verhältnismässig schwachen Bremsleistung zu Unfällen mit Campern. Bis zu doppelt so lang kann der Bremsweg im Vergleich mit Personenwagen sein.

Auch das zulässige Höchstgewicht von 3,5 Tonnen wird oft überschritten. Bei fünf Personen mit Gepäck ist dieses jedoch schnell erreicht. Eine Überladung verlängert den ohnehin schon langen Bremsweg nochmals deutlich.

In einer realen Situation hätte eine Frontalkollision mit einem Wohnmobil bereits bei 40 km/h verheerende Folgen. Um ein solches Szenario zu vermeiden, gibt es 7 Tipps, die den Urlaub mit dem Camper sicherer machen.

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