Abstimmungskontroverse zur Mehrwertsteuer-Initiative

Die Wirte in der Schweiz fordern einen tieferen Mehrwertsteuersatz für Restaurants. Im Streitgespräch zur Mehrwertsteuer-Initiative kreuzten Casimir Platzer von Gastrosuisse und der Solothurner SP-Ständerat Roberto Zanetti die Klingen. Gesprächsleitung: Rafael von Matt.

 Casimir Platzer von Gastrosuisse und der Solothurner SP-Ständerat Roberto Zanetti.
Bildlegende: Casimir Platzer von Gastrosuisse und der Solothurner SP-Ständerat Roberto Zanetti. Keystone

Wenn ein Wirt seinem Gast ein Entrecôte und ein Glas Wein serviert, muss er darauf acht Prozent Mehrwertsteuer bezahlen. Wenn dagegen der Besitzer eines Imbissstandes einen Kebab verkauft, bezahlt er nur 2,5 Prozent Mehrwertsteuer. Ungerecht sei das, rufen die Wirte und haben deshalb die MwSt-Initiative lanciert. Sie fordern, dass der gleiche, tiefere Mehrwertsteuersatz auch für Restaurants gelten soll. Der Bundesrat lehnt die Initiative aber ab: Er befürchtet Steuerausfälle in Millionen-Höhe. Darum geht es bei der Abstimmung vom 28. September.
Treffen die Initianten wirklich einen wunden Punkt oder würde bei einem Ja die eine Ungleichbehandlung nur durch eine neue ersetzt? Im Streitgespräch zur Mehrwertsteuerinitiative kreuzten Casimir Platzer und Roberto Zanetti die Klingen. Der 52-jährige Platzer ist seit zwei Monaten Präsident des Wirteverbandes Gastrosuisse. Er führt zusammen mit seiner Frau in Kandersteg ein Hotel. Der 59-jährige Zanetti sitzt seit 2010 für die SP im Ständerat und vertritt dort den Kanton Solothurn.

Moderation: Rafael von Matt