Fredy Gsteiger – die NATO und ihre vielen Fronten

  • Mittwoch, 7. Dezember 2016, 13:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 7. Dezember 2016, 13:00 Uhr, Radio SRF 1 und Radio SRF 4 News
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 7. Dezember 2016, 20:33 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Donnerstag, 8. Dezember 2016, 2:33 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Donnerstag, 8. Dezember 2016, 4:33 Uhr, Radio SRF 4 News

Trump. Krim. Ukraine. Brexit. Türkei. Die EU, die in Bezug auf Russland gespalten ist. Die NATO hat Probleme an allen Fronten. Fredy Gsteiger, diplomatischer Korrespondent von Radio SRF, ist zurzeit bei der NATO in Brüssel – und Gast von Susanne Brunner.

Fredy Gsteiger. Portraitbild.
Bildlegende: Fredy Gsteiger. SRF

Am Hauptsitz der NATO in Brüssel treffen sich seit Dienstag ihre Aussenminister. Zum letzten Mal ist US-Aussenminister John Kerry mit dabei, nächstes Jahr haben es die Aussenminister mit Präsident Donald Trump und seinem Mann für dieses Amt zu tun. «Man spricht hier im Moment über nichts so viel, wie über Trump», sagt Fredy Gsteiger. «Man fürchtet sich um die transatlantische Partnerschaft zwischen den USA und Europa.» Trump sagte im Wahlkampf, die NATO sei überflüssig, zudem sympathisiert er mit Russland. Ausgerechnet mit Russland; die NATO hat – nicht ganz unverschuldet – im Moment viele Probleme mit dem Land. «Durch die Osterweiterung fühlt sich Russland bedrängt», so Gsteiger. Die Haltung der NATO gegenüber Russland spaltet auch die EU. Und, als ob das alles nicht schon genug wäre, denken einige EU-Staaten auch laut über eine EU-Armee nach, was das Verteidigungsbündnis weiter strapazieren dürfte, auch finanziell. Grabenkämpfe oder bereits ein Kampf um die Zukunft des bald 70-jährigen Atlantischen Bündnisses? «Die NATO ist angeschlagen, weniger physisch als psychisch. Wie die NATO in einem Jahr dastehen wird, ist unklar.»

Moderation: Susanne Brunner