Luzius Mader: Staat kann Leid nicht gutmachen, aber anerkennen

  • Mittwoch, 11. April 2018, 13:00 Uhr
Sendetermine
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    • Mittwoch, 11. April 2018, 13:00 Uhr, Radio SRF 1 und Radio SRF 4 News
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    • Mittwoch, 11. April 2018, 20:33 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Donnerstag, 12. April 2018, 2:33 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Donnerstag, 12. April 2018, 4:33 Uhr, Radio SRF 4 News

Vor fünf Jahren hat sich der Bundesrat bei den Opfern von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen entschuldigt. Seither sei viel getan worden, um das düstere Kapitel Schweizer Geschichte aufzuarbeiten, sagt Luzius Mader im «Tagesgespräch» bei Marc Lehmann.

Luzius Mader, stellvertretender Direktor im Bundesamt für Justiz.
Bildlegende: Luzius Mader, stellvertretender Direktor im Bundesamt für Justiz. SRF. Marc Lehmann.

Der Staat hat bis in die 80er Jahre des letzten Jahrhunderts vielen Kindern und Jugendlichen immenses Leid zugefügt, hat sie verdingt, zur Adoption freigegeben, zur Arbeit gezwungen. Die Opfer dieser fürsorgerischen Zwangsmassnahmen hatten dank eines neuen Gesetzes bis Ende letzten Monat Zeit, einen Solidaritätsbeitrag zu beantragen, der dieses Leid anerkennen und entschädigen soll.

Federführend bei diesem Gesetz war seitens des Bundes der promovierte Jurist Luzius Mader. Nun geht der stellvertretende Direktor im Bundesamt für Justiz in Pension – und zieht im «Tagesgespräch» Bilanz über ein Leben im Dienst des Rechts.

Moderation: Marc Lehmann