Rebecca

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Neben einer verbrannten Männerleiche wird ein verstörtes junges Mädchen gefunden. Die 17-Jährige ist das Opfer eines Entführers, der sie jahrelang wie eine Sklavin gefangen hielt. Indizien deuten darauf hin, dass es noch ein weiteres Opfer gibt.

Es ist ein unheimliches Szenario, das Klara Blum (Eva Mattes) und Kai Perlmann (Sebastian Bezzel) an einem Brandort vorfinden: eine halb verbrannte Leiche und ein junges Mädchen, offensichtlich verstört, kaum ansprechbar. Die Identität des Toten klärt sich rasch, Olaf Reuter war der Bewohner des Hauses, und - nahezu unfassbar - das Mädchen Rebecca (Gro Swantje Kohlhof) wurde dort offenbar seit Langem wie eine Sklavin gefangen gehalten.

Weder Klara Blum noch die behandelnde Ärztin Eva Schattenberg (Imogen Kogge) können einen Zugang zu der jungen Frau finden - nur Kai Perlmann gelingt es, mit Rebecca zu sprechen, für sie ist er ihr neuer «Erzieher». Doch die Zeit drängt, denn Indizien weisen darauf hin, dass noch ein weiteres Mädchen in der Hand des machtbessenenen Sadisten war - von ihr fehlt jedoch jede Spur. Und: Gibt es Mittäter? Gefangen zwischen ihrem Willen, den Fall zu lösen und ihrer Aufgabe, das Opfer zu schützen, werden Klara Blum und Kai Perlmann bis an ihre Grenzen geführt.

Der von Marco Wiersch geschriebene «Tatort - Rebecca» konfrontiert Klara Blum und Kai Perlmann mit psychischen Grenzsituationen, in denen sich besonders Perlmann beweisen muss. Intensiv und anrührend beschäftigt sich der Film mit den Auswirkungen eines religiös verbrämten Extremismus, exerziert an dem jungen Mädchen Rebecca. In der Inszenierung des jungen Regisseurs Umut Dag verkörpert Gro Swantja Kohlhof beeindruckend eindringlich die verstörte und verstörende Titelfigur.