Count Basie – «Graf» wider Willen

Seinen Spitznamen «Count» (Graf), erhielt William Allen Basie einst von einem Radiomoderator. In den frühen Jahren des Jazz waren solche «aristokratischen» Künstlernamen sehr populär. So richtig glücklich war «Count Basie» darüber allerdings nicht.

Der Musiker sitzt in einem hellen Anzug am Klavier.
Bildlegende: Count Basie - Begnadeter Pianist und Bandleader. zvg

Auch Joe «King» Oliver, Edward «Duke» Ellington oder Bessie Smith, die «Kaiserin» des Blues wurden damals durch solch «adlige» Beinamen veredelt. Basie selber zog es vor, dass man ihn unter Freunden oder den Musikern seiner Band schlicht mit «Bill» oder «Base» ansprach.

Per Zufall zum Erfolg

Man traf William Allen Basie als Jugendlichen öfters im Palace Theater seiner Heimatstadt Red Bank New Jersey an. Hier half er aus, um sich nebenher etwas Geld dazu zu verdienen. Als eines Abends der Pianist des Theater nicht auftauchte, setzte sich Basie kurzerhand selber ans Klavier - mit durchschlagendem Erfolg! Fortan untermalte er selber Stummfilme musikalisch.

Begnadeter Bandleader und namhafte Stars

In die Musikgeschichte eingehen, sollte er später als einer der bedeutendsten Bandleader der Swing Aera. Zu seinen bekanntesten Werken gehören «One o'Clock Jump» und «Jumpin‘ at the Woodside». In seiner langen Karriere begleitete Count Basie namhafte Künstler wie Sammy Davis Junior, Ella Fitzgerald oder Frank Sinatra.

Gespielte Musik

Moderation: Jürg Moser, Redaktion: Jürg Moser