Jazz-Pianist Joe Sullivan

Vor 99 Jahren wurde in Chicago der spätere Jazzpianist, Bandleader und Komponist Joe Sullivan geboren. Seine Musik und sein dramatisches Leben sind Thema in der Sendung «Time to swing!», nebst vielen Swing- und Dixieland-Klassikern sowie jazzigen Schlagern.

Schwarz-Weiss-Fotografie mit dem Pianisten am Klavier.
Bildlegende: Joe Sullivan, ca. Januar 1947. Fotografie: William P. Gottlieb

Als 21-Jähriger schafft Joe Sullivan Ende 1927 den Sprung in die damals renommierte Formation Red McKenzie and Eddie Condon's Chicagoans. Es folgt eine erste Plattenaufnahme mit dem Titel «Nobody's sweetheart» und Joe Sullivan wird innert kürzester Zeit zu einem der gefragtesten Pianisten im Land. Er spielt mit Red Nichols, Roger Wolfe und ab 1933 mit Bing Crosby.

Mitte der 1930er-Jahre erkrankt Joe Sullivan an Tuberkulose und muss als Pianist rund zwei Jahre pausieren. Nachdem er sich von der Krankheit erholt hat, erfüllt er sich mit dem Cafe Society Orchestra den Traum eines eigenen Orchesters.

In den 1950er-Jahren beginnt Joe Sullivans Stern langsam zu sinken. Private Enttäuschungen, Alkoholprobleme und sein cholerisches Temperament bremsen seine Karriere ab. Joe Sullivan stirbt am 13. Oktober 1971 im Alter von 65 intensiv gelebten Jahren in San Franciso.

Gespielte Musik

Moderation: Jürg Moser, Redaktion: Jürg Moser