50 Jahre nach seinem Tod: Der Mythos Che Guevara lebt

Am 9. Oktober 1967 wurde Ernesto «Che» Guevara von der bolivianischen Armee gestellt und erschossen. Der Held der kubanischen Revolution hat aber bis heute seinen Glanz bewahrt. Noch immer gilt er vor allem in linken Kreisen als Vorbild. Die Sendung «Treffpunkt» spürt dem Mythos Che Guevara nach.

Grosses Banner mit Konterfei von Che Guevara
Bildlegende: Das Konterfei von Che Guevara wird auch heute noch von Demonstranten in aller Welt getragen – wie hier an einer Anti-Kriegs-Kundgebung in Rom. Keystone

Der Zürcher Dokumentarfilmer Richard Dindo (73) sagt, Che Guevara sei bis heute der einzige positive Held in der Geschichte des Sozialismus. Die Glorifizierung des Revolutionärs findet er aber nicht angebracht. Mit seinem Dokumentarfilm über die letzten Tage Guevaras habe er versucht, den Mythos «zu zerstören», so Dindo.

Ganz anders der linke Genfer Sozialist und alt SP-Nationalrat Jean Ziegler. Er ist Guevara 1964 persönlich begegnet und hat dem gebürtigen Argentinier sogar angeboten, für ihn zu kämpfen. Dieser lehnte ab. «Damit hat mir Che Guevara das Leben gerettet», sagt Jean Ziegler heute.

Moderation: Adrian Küpfer, Redaktion: Anna Wepfer