Adé Cliché - so ist das Tessin wirklich

Tessin ist nicht nur Sonnenstube mit Palmen. Denn es gibt auch Orte, wo drei Monate lang kein Sonnenstrahl den Weg durchs Fenster findet. Das hat die Familie Teuber erfahren, die für «2 Familien 1 Schweiz»  ins Tessin gezogen ist. Im «Treffpunkt» erzählen Sie von ihren Erfahrungen.

Das Cliché: Sonnenschein auf der Seepromenade von Ascona.
Bildlegende: Das Cliché: Sonnenschein auf der Seepromenade von Ascona. Keystone

Vater Peter Teuber berichtet von seinem zweistündigen Arbeitsweg von Peccia im Maggiatal bis hinunter nach Locarno, Mutter Zaïra von ihren Gesprächen mit den Frauen in Peccia, die nirgends wirklich einen Ort für geselliges Beisammensein haben. Die Kinder Elena, Elio und Samira erzählen, wie erstaunt sie waren, in der Schule auch gleich ein Zahnarztstudio angetroffen zu haben.

Der langjährige Radio SRF 1-Korrespondent Alexander Grass erklärt, warum die Tessiner auf jeden Fall der Schweizer Fussball Nationalmannschaft die Daumen drücken und sich doch von der Deutschschweiz manchmal vergessen fühlen.

Und er fragt uns Deutschschweizer, wie wir uns fühlen würden, wenn wir auf der Gemeinde oder auf der Post Hochdeutsch sprechen müssten, statt Dialekt. Die Tessiner nämlich müssen in ihrem Alltag viel mehr Standard Italienisch sprechen und haben auch kein Radioprogramm in Dialekt.

Moderation: Adrian Küpfer, Redaktion: Mark Schindler