Blindes Vertrauen auf der Piste

Martin Ueltschi ist blind – und fährt begeistert Ski. Zusammen mit Skilehrer Bruno Kaufmann bewältigt er Steilhänge und Engpässe. «Es braucht absolutes Vertrauen zwischen uns», sagen beide. Im «Treffpunkt» erklären sie, warum. Reporter Sirio Flückiger hat die beiden auf die Piste begleitet.

Zwei Skifahrer in oranger Weste auf der Piste.
Bildlegende: Martin Ueltschi (rechts) ist schwer sehbehindert. Auf der Piste muss er seinem Guide Bruno Kaufmann blind vertrauen. SRF

Blindsein ist längst kein Handicap mehr fürs Skifahren. Die Schweiz hat auch da Pionierarbeit geleistet. Im Jahr 1961 fand in Davos der erste Skikurs für Blinde statt. Inzwischen messen sich blinde Skifahrerinnen und Skifahrer in ihrem eigenen Weltcup. In einer Woche finden in St. Moritz wieder Rennen statt.

Martin Ueltschi ist kein Rennfahrer. Aber er zeigt im «Treffpunkt», wie anspruchsvoll das blinde Skifahren ist. Ob die Piste eisig oder schwernass, bucklig oder glatt, steil oder flach, eng oder weit ist: Der blinde Skifahrer ist voll und ganz auf seinen Guide angewiesen, den sehenden Partner des blinden Skifahrers.

Wie sich das anfühlt, hat «Treffpunkt»-Reporter Sirio Flückiger ausprobiert. Er hat sich mit verbundenen Augen auf die Skipiste gewagt. Auch er sagt: «Ohne Vertrauen zum Guide funktioniert blind skifahren gar nicht.»

Bildergalerie: Mit Martin Ueltschi auf die Piste

Moderation: Sandra Schiess, Redaktion: Fredy Gasser