«Dammisiech!» - Richtig fluchen

In der Öffentlichkeit ist es verpönt und doch fluchen wir immer mal wieder. Und das weltweit. In der Sendung «Treffpunkt» erklärt der Malediktologe oder zu Deutsch Fluchforscher Roland Ris, warum wir fluchen, woher die Fluchwörter kommen, die wir brauchen und wie in anderen Kulturen geflucht wird.

Zum Haare raufen: Der britische Tennisspieler Andy Murray beim Shaghai Masters (2011).
Bildlegende: Zum Haare raufen: Der britische Tennisspieler Andy Murray beim Shaghai Masters (2011). Reuters

«Ich furze in deines Vaters Bart» wird im ehemaligen Persien geflucht. «Du Sohn einer Gurke» flucht man in der Türkei. Während in diesen Ländern vor allem die Familie beleidigt wird, betreiben wir eher Gotteslästerung. «Gottverdammi» sagen wir. Im Studio erklärt der emeritierte Professor der ETH Zürich und Sprachwissenschaftler Roland Ris, was es mit unterschiedlichen Arten zu Fluchen auf sich hat.

Zudem erklärt er, warum fluchen auch gut tut und wieso wir dazu tendieren deftige Flüche abzuschwächen und ein wenig Humor hinein zu bringen. Aus «Gottverdammi» wird dann «Gottverchlemi» oder wir kreieren Flüche wie «Himmel Arsch und Zwirn».

Video «Fluchen hilft tatsächlich gegen Schmerzen» abspielen

Fluchen hilft tatsächlich gegen Schmerzen

2:36 min, aus Puls vom 9.1.2012

Moderation: Adrian Küpfer, Redaktion: Mark Schindler