Das Schweizer Spital auf hoher See

Vor 40 Jahren hatte ein Ehepaar aus Lausanne eine Idee: Hat ein Land kein Spital, soll dieses auf dem Seeweg ins Land kommen. Entstanden ist eine Organisation, die an den Küstenländern Afrikas das grösste zivile Spitalschiff der Welt betreibt. An Bord arbeiten über 450 Menschen, alle ehrenamtlich.

Das Spitalschiff Africa Mercy.
Bildlegende: Die «Africa Mercy» war früher eine Eisenbahnfähre. Mercy Ships Schweiz

Das Spitalschiff «Africa Mercy» bleibt 10 bis 11 Monate in einem Hafen. Während dieser Zeit erhalten rund 12 000 Patienten kostenlos medizinische Versorgung. Mit dem Schwerpunkt Chirurgie und Zahnmedizin will man Lücken im örtlichen Gesundheitssystem schliessen.

«Viele Menschen haben noch nie so ein grosses Schiff gesehen, waren noch nie am Meer, sind vom weissen Doktor völlig überrascht», erzählt Studiogast René Lehmann, Geschäftsführer von Mercy Schiff Schweiz. «Ich bin immer wieder berührt, wie verzweifelt diese Menschen alle ihre Hoffnung auf dieses weisse Schiff setzen», sagt der 58-jährige Berner.

Moderation: Christina Lang, Redaktion: Krispin Zimmermann