Der Drang, sich zu verewigen

In einer Woche wird der Gotthard-Basistunnel eröffnet. Die Tunnelarbeiter haben sich im Jahrhundertbauwerk unter anderem mit einer goldenen Bahnschwelle verewigt. Souvenirs für die Ewigkeit finden sich aber auch in unserem Alltag.

Liebesschlösser am Gitter der Kapelle auf der Mittleren Rheinbrücke in Basel.
Bildlegende: Mit Liebesschlössern an Brückengeländern und Gittertoren verewigen Verliebte ihre Zuneigung. Keystone

Im Gotthard-Basistunnel haben Hunderte von Bauarbeitern geschuftet. Kein Wunder, dass ein paar von ihnen das Bedürfnis hatten, ihre ganz persönlichen Spuren zu hinterlassen.

Handabdrücke im Beton

«Bei Kontrollfahrten durch den Tunnel haben wir einige Hand- und Fussabdrücke sowie Initialen im Frischbeton gesehen», sagt Charly Simmen von der Alptransit Gotthard AG, die das Jahrhundertwerk gebaut hat.

Überraschungen bei Hausumbauten

Aber auch im normalen Hausbau findet man ähnliche Spuren: Sogenannte Zeitkapseln, Schatullen oder Kisten werden mit Zeitungen oder Geldnoten gefüllt. Diese Zeitkapseln werden beim Hausbau in den Grundstein eingemauert. Bei Umbauten oder Abbrüchen sorgen die Souvenirs für Momente der Überraschung.

«Unsere Vorfahren hinterliessen manchmal handschriftliche Notizen. Sie gaben oft Vergleichspreise an, etwa für Korn. Oder sie beschrieben besondere Wetterereignisse», sagt der Architekturhistoriker Roland Flückiger.

Wir suchen Ihre Geschichten!

Haben Sie sich auch schon verewigt? Oder haben Sie schon einmal eine Zeitkapsel gefunden? Schreiben Sie uns ein Mail ins Studio!

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Rebekka Haefeli