Der Storch ist zurück – und wie!

Es klappert immer lauter auf den Schweizer Dächern, Kaminen und Bäumen. Der Storch ist zurück im Mittelland – und wie! Nachdem er sich jahrzehntelang nicht blicken liess, erreicht die Storchenpopulation seit einiger Zeit Jahr für Jahr neue Höchststände. Was ist passiert? Antworten im «Treffpunkt».

Zwei Störche stehen auf einem Kamin.
Bildlegende: Aktuell nisten in der Schweiz so viele Storchenpaare, wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Keystone

470 Storchenpaare nisteten letztes Jahr in der Schweiz. Das sind so viele, wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Über weite Strecken des 20. Jahrhunderts liess sich der Weissstorch im Schweizer Mittelland nämlich nicht mehr blicken. Er galt als ausgestorben.

Doch nun trägt die Arbeit der Storchenfreunde in der Schweiz Früchte. Sie setzen sich – ebenfalls seit Jahrzehnten – dafür ein, dass der Storch in unseren Breitengraden wieder heimisch wird: mit Aufzuchtstationen, Storchenkolonien und seit einigen Jahren auch mit Sendern, die sie den Störchen mitgeben. So lässt sich im Detail nachvollziehen, auf welchen Routen die Störche in den Süden ziehen und weshalb immer noch viele Jungvögel im Frühling nicht zurückkehren.

Am besten lässt man sie in Ruhe

Eine Erkenntnis aus diesen Forschungsprojekten: Viele Störche fliegen im Winter gar nicht mehr nach Afrika, sondern überwintern in Spanien. Weshalb das besorgniserregend ist, erklärt im «Treffpunkt» Peter Enggist, Geschäftsführer des Vereins «Storch Schweiz». Und Livio Rey von der Vogelwarte Sempach erklärt, wie jeder einzelne die Störche beim Nisten in der Schweiz unterstützen kann: gar nicht. Am besten lässt man sie nämlich in Ruhe.

Moderation: Joëlle Beeler, Redaktion: Anna Wepfer