Die Dargebotene Hand - 60 Jahre ein offenes Ohr

Am 11. Oktober 1957 nahm die Dargebotene Hand ihren Betrieb auf. Sie war die erste Telefonseelsorge der Schweiz. Hinter diesem Angebot stand eine einfache Idee: Menschen zuhören und emotional unterstützen. Dieses Angebot braucht es heute noch mehr als früher.

Eine Mitarbeiterin von 143 von hinten fotografiert.
Bildlegende: Die freiwillig Mitarbeitenden können zuhören. Keystone / Gaetan Bally

Am 11. Oktober 1957 nahm die Dargebotene Hand ihren Betrieb auf. Sie war die erste Telefonseelsorge der Schweiz. Hinter diesem Angebot stand eine einfache Idee: Menschen zuhören und emotional unterstützen. Dieses Angebot braucht es heute noch mehr als früher.

Menschen allen Alters, aller Schichten und Berufsgattungen beanspruchen die Hilfe der Nummer 143. Die einen rufen in einer absoluten Notsituation an. Andere rufen immer wieder an, weil sie in einer latenten Krise stecken. Und wieder andere verscheuchen mit einem Anruf zur Dargebotenen Hand ihre Einsamkeit.

Die erste Telefonzentrale befand sich in Zürich. Unterdessen ist die Nummer 143 in der ganzen Schweiz und in allen Sprachregionen präsent. 636 freiwillig Mitarbeitende halten den Betrieb aufrecht. 2016 führten sie 155'799 Telefongespräche. Zwei Drittel davon waren Frauen. Mehrere tausend Anrufe zusätzlich waren sogenannte Schweigeanrufe. Seit mehreren Jahren sind auch Chat und Mail möglich.

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Jürg Oehninger