Die Krawallmacher im Fussballzirkus

Das jüngste Beispiel aus Basel zeigt einmal mehr: Der Schweizer Fussball hat auch seine Schattenseite. Letzten Sonntag etwa legten GC Fans den Extrazug der SBB lahm.

Fans im Bahnhof
Bildlegende: Nicht alle Fans wollen friedlich Fussball schauen: Vor den Vandalen sind weder Züge, noch Schaufenster oder Gärten sicher. Keystone

Sie zogen mehrmals die Notbremse und verwüsteten die Wagons. Leider keine Seltenheit. Mit Sport hat das nicht mehr viel am Hut.

Die Zerstörungslust von gewissen Fussballfans macht sich immer wieder bemerkbar. Zum Leidwesen vieler Fussballbegeisterten. Die Folge: leere Zuschauerplätze. Aber auch Anwohner von Fussballstadien müssen immer wieder ihren Garten vor Vandalen schützen. Ladenbesitzer zittern um ihre Schaufenster, wenn ein Fanmarsch durch die Gassen zieht.

Die Krawallmacher hinterlassen sichtlich Spuren: leere Bierdosen, Scherben, Petarden, urinierte Wände oder zerstörte Gärten und Eier an den Fenstern. Warum nützen Vandalen den Sport, um ihrer blinden Zerstörungswut freien Lauf zu lassen?

Im «Treffpunkt» sprechen Betroffene darüber, wie sie mit der Situation umgehen. «Sie haben meine Scheiben mit Steinen eingeworfen und auch ein Bild ist zu Schaden gekommen», erzählt die Berner Künstlerin und Galeristin Susanne Zweifel.

Moderation: Sandra Schiess, Redaktion: Pascale Folke