Die unterirdische Schweiz – ein Tunnel von Zürich nach Teheran

Die begehbaren unterirdischen Räume und Tunnels der Schweiz wären aneinandergereiht 3750 km lang – die Distanz von Zürich nach Teheran. Nicht mitgerechnet sind Wasserröhren oder Gasleitungen. Der «Treffpunkt» nimmt Sie mit auf eine Entdeckungsreise in die riesige Welt der unterirdischen Schweiz.

Blick in einen langgezogenen Stollen, die Gewölbewände weiss lackiert, der Boden holzbraun
Bildlegende: Früher Militär-Bunker, heute sicherer Tresor: einer der tausenden von stillgelegten unterirdischen Armee-Stollen in der Schweiz Keystone

Seit 20 Jahren dokumentiert der Journalist Jost auf der Maur die Schweiz unter Tag. Und zeigt eine faszinierende Welt, die aus viel mehr besteht als nur aus Bahn- und Strassentunnels und Militärbunkern. Das Röhrennetz etwa, dass im ganzen Land das Trinkwasser sammelt und verteilt, misst 53 000 Kilometer.

Das meiste dieser unterirdischen Schweiz ist in den letzten 150 Jahren gegraben, gebohrt und befestigt worden: Zivilschutzanlagen, Kraftwerkstollen, Kavernen, Rohre, Stollen, Bahn- und Strassennetze. «Unter diesem Land gibt es ein zweites Land», sagt Jost auf der Maur, «eine Schweiz unter der Erde, eine künstliche Gegenwelt, von oben nicht sichtbar.»

Buchtipp: «Die Schweiz unter Tag. Eine Entdeckungsreise» von Jost Auf der Maur. Soeben erschienen im Echtzeit Verlag.

Moderation: Mike La Marr, Redaktion: Fredy Gasser