Die Weisse Rose wirkt bis heute

Genau vor 75 Jahren, am 22. Februar 1943, wurden Sophie Scholl, Hans Scholl und Christoph Probst in München enthauptet. Sie waren Mitglieder der studentischen Widerstandsbewegung «Die Weisse Rose». Erst viel später wurden sie zu Helden und die Bewegung zum Symbol für den friedlichen Widerstand.

Schwarzweissbild mit einer Frau und zwei Männern.
Bildlegende: Hans und Sophie Scholl sowie Christoph Probst (v.l.n.r.). Keystone

Der «Treffpunkt» beleuchtet noch einmal die Widerstandsbewegung und ihre Wirkung bis heute. Die Weisse Rose versuchte die Gesellschaft aufzurütteln. Sie übte ab dem Sommer 1942 in Flugblättern und mit Wandmalereien Kritik an Hitler und der Diktatur des Nationalsozialismus.

Verhaftet und zum Tod verurteilt

Das Ganze geschah im Verborgenen. Die Schwester von Sophie und Hans Scholl schildert eindrücklich, wie sie wenige Tage vor der Verhaftung ihrer Geschwister in München weilte und nichts von den Aktionen der Geschwister mitbekam.

Dennoch beobachtete ein Angestellter der Universität eine Flugblattaktion und die Geschwister Scholl wurden zusammen mit Christoph Probst verhaftet. Am Prozess kurze Zeit später wurden sie zum Tod verurteilt und bereits zwei Stunden später enthauptet. Es folgten weitere Verhaftungen und Todesurteile.

Symbol für den friedlichen Widerstand

Der von der Weissen Rose erhoffte Aufstand blieb aus, dennoch wurde die Bewegung später zum Symbol für den friedlichen Widerstand. Der mutige Weg der jungen Menschen beeindruckt bis heute, betont auch der eremitierte Geschichtsprofessor Stig Förster im «Treffpunkt».

Moderation: Stefan Siegenthaler, Redaktion: Barbara Meyer