Die Zeitung - Modell ohne Zukunft?

Die gedruckte Zeitung hat einen schweren Stand. Werber geben ihr Budget lieber online aus und viele Leser sind nicht mehr bereit, für Information zu bezahlen. In den Jahren 2000 bis 2010 verschwanden in der Schweiz fast 40 Zeitungstitel. Was also ist zu tun, damit die papierne Zeitung überlebt?

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Im internationalen Medienmarkt vergeht kaum eine Woche ohne Hiobsbotschaft: Mitte November meldete in Deutschland die «Frankfurter Rundschau» Insolvenz an. Wegen massiver Verluste sehe man keine Möglichkeit, das Unternehmen weiterzuführen. Letzte Woche dann die Nachricht aus Grossbritannien: Wegen sinkender Werbeeinnahmen schliessen zwei rivalisierende Verleger ihre Regionalblätter zusammen.

Und in der Schweiz? In den Jahren 2000 bis 2010 verschwanden hierzulande fast 40 Zeitungstitel. Kommt hinzu: Kritiker beklagen, die Qualität der verbleibenden Zeitungen lasse zu wünschen übrig. Und längst nicht nur die beiden meistgelesenen Zeitungen «20 Minuten» und «Blick am Abend» stehen unter Beschuss.

Der «Treffpunkt» diskutiert heute über die Schwierigkeiten der Zeitungsbranche. Im Studio sind Medienwissenschaftler Walter Rüegg sowie Hansi Voigt, langjähriger Chefredaktor von «20 Minuten online».

Wir sprechen auch mit dem Chefredaktor der «Jungfrau Zeitung» im Berner Oberland, die sich als eine der wenigen noch unabhängigen Zeitungen der Schweiz ganz auf das lokale Geschehen konzentriert und im Kampf ums Überleben bisher die Oberhand behalten hat.