Früher top – heute flop: Wie können alte Hotels überleben?

Das Lavabo tropft, das Bett hängt durch, der Teppich ist verlöchert: Wer möchte schon in einem solchen Zimmer übernachten? Hoteliers, die ältere Häuser führen, brauchen Geld für Investitionen. Der «Treffpunkt» fragt, wie alte Hotels fit werden für die Zukunft.

Die Fassade des Grand-Hotels Locarno, das seit einigen Jahren geschlossen ist.
Bildlegende: Ungewisse Zukunft: Das Grand-Hotel Locarno ist schon seit einigen Jahren geschlossen. Keystone

Das Kurhaus in Bergün mit Eröffnungsjahr 1906 ist ein positives Beispiel. Nach einem Brand und Jahren der Vernachlässigung war es ein hässliches Entlein, heute erstrahlt es in neuem Glanz. Zu verdanken ist dies einer Initiative von Stammgästen. Sie schlossen sich zu einer Aktiengesellschaft zusammen, kauften das Hotel und liessen es sorgfältig restaurieren.

Passion und Risikobereitschaft

So viel Glück haben nicht alle. In der Schweiz gibt es unzählige Hotels auch aus der Nachkriegszeit, die in die Jahre gekommen sind. Christof Steiner, Direktor des Kurhauses Bergün, sieht die Rettung nicht nur in Form von Investitionen.

«Um ein Hotel zu retten, braucht es Leute mit Passion, Risikobereitschaft und Durchhaltevermögen», sagt er. Und: «Es ist eine Frage der Zeit, bis auch diese Architektur wieder in Mode kommt.»

Ihre Ideen sind gefragt!

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Moderation: Michael Brunner, Redaktion: Rebekka Haefeli