Geräusche vor dem Aussterben retten

Jüngere Personen wissen vielleicht nicht mehr unbedingt, was eine Telefonwählscheibe ist oder vor allem, wie sie klingt. Die Sendung «Treffpunkt» macht sich auf die Suche nach genau solchen Geräuschen, die es in unserem Alltag nicht mehr gibt.

Er ist der Direktor der Schweizerischen Nationalphonothek.
Bildlegende: In der Schweizerischen Nationalphonothek sind über 5 Millionen Titel und Geräusche archiviert. keystone

Markus Mast bezeichnet sich als Tonjäger. Er ist Tag und Nacht auf der Suche nach Geräuschen, die längst verstummt sind – für immer. Sein erstes Geräusch, dass er als Jugendlicher mit seinem Mikrofon und Aufnahmegerät aufgenommen hat, war das Schnurren einer kleinen Katze. Mittlerweile reist er auch schon mal bis nach Spanien, um ein seltenes Meerrauschen aufzunehmen.

Viele dieser verlorenen Geräusche finden zum Glück einen Platz in der Schweizerischen Nationalphonothek in Lugano. Dort wurden in den letzten 30 Jahren über 500'000 verschiedene Tonträger und mehr als 5 Millionen verschiedene Titel und Geräusche gesammelt. Der Direktor Pio Pellizzari sagt: «Geräusche gehören zu unserem akustischen Kulturgut». Ihn faszinieren nicht unbedingt die einzelnen verlorenen Geräusche, er findet den sozialen Kontext dazu spannender. «Gerade durch die Geräusche erfahre ich, wie man damals gelebt und gearbeitet hat.»

Haben Sie auch ein verlorenes Geräusch, das Sie heute noch vermissen? Dann ist dieser «Treffpunkt» genau das Richtige für Sie.

Mögen Sie auch moderne Klänge? Dann finden Sie hier zeitgenössische Klänge und Geräusche aus aller Welt.

Moderation: Christina Lang, Redaktion: Sirio Flückiger