Haiti: Reportagen aus einem zerstörten Land

Vor knapp drei Wochen hat ein Hurrikan im Südwesten der Insel Haiti eine riesige Zerstörung angerichtet. Unzählige Menschen haben ihr Zuhause verloren. Zusätzlich geht die Angst vor Cholera um. Wie sieht die Hilfe der Glückskette-Partnerhilfswerke aus? SRF 1 war vor Ort.

Ein kleines Mädchen und seine Mutter nach der Zerstörung durch Hurrikan Matthew.
Bildlegende: Viele Haitianer haben durch den Wirbelsturm auch noch das Wenige verloren, was sie hatten. SRF

Die langjährige Erfahrung hat den Schweizer Hilfswerken in Haiti die schnelle Hilfe nach dem Hurrikan ermöglicht. Sie können auf ein funktionierendes Netz von lokalen Partnern zurückgreifen. In den am meisten betroffenen Gebieten werden Hilfsgüter wie Lebensmittel und Wasser verteilt.

Unbeschreibliche Not

SRF 1-Reporterin Ladina Spiess ist soeben aus dem Krisengebiet zurückgekehrt. Sie berichtet im «Treffpunkt», wie sie die Menschen auf Haiti erlebt hat. Sie sind zutiefst erschüttert, dass sie wieder Opfer einer Naturkatastrophe wurden. Die Erinnerungen an das Erdbeben von 2010 sind noch sehr präsent, die Katastrophe von damals noch nicht überwunden. Und bereits sehen sie sich mit einer neuen Tragödie konfrontiert. In den am stärksten betroffenen Gebieten wurden ganze Dörfer zerstört, und Familien haben mehrere Mitglieder verloren.

Die Angst vor der Cholera

Zudem steigt die Angst vor einer Choleraepidemie. Sauberes Wasser ist Mangelware. Zwar wissen die Menschen seit der Choleraepidemie nach dem Erdbeben, wie sie sich verhalten müssen, da sie von den Gesundheitsorganisationen geschult wurden. Aber wenn der Durst unerträglich wird, trinken viele Menschen dann eben doch verunreinigtes Wasser.

Haiti nach dem Wirbelsturm

Moderation: Michael Brunner, Redaktion: Ladina Spiess