Junge, alleinerziehende Frauen haben ein erhöhtes Armutsrisiko

Der neuste Kennzahlenvergleich zur Sozialhilfe zeigt: Für junge, alleinerziehende Frauen erhöht sich das Armutsrisiko wesentlich. Über 80 Prozent der Haushalte alleinerziehender Mütter unter 25 Jahren sind auf Sozialhilfe angewiesen. Die Sendung «Treffpunkt» spricht mit Betroffenen.

Eine Mutter hält ein Kind an der Hand.
Bildlegende: Über 80 Prozent der alleinerziehenden jungen Mütter unter 25 Jahren sind auf Sozialhilfe angewiesen. Keystone

Zahlreiche grössere Städte haben auf die Situation junger, alleinerziehender Frauen bereits reagiert und bieten spezifische Programme an, so zum Beispiel Bern und Basel. Denn die Praxis zeigt, dass individuelle Beratung und das Nachholen einer Berufsausbildung oft der Schlüssel für eine nachhaltige Ablösung aus der Sozialhilfe ist.

In der Stadt Basel betreut seit zehn Jahren der Verein «Amie» junge Mütter beim Berufseinstieg. Geschäftsführerin Franziska Reinhard fühlt sich in ihrer Arbeit bestätigt: «Dass es junge, alleinstehende Mütter in den meisten Fällen sehr schwer haben ist ein Fakt, der nun endlich mit Zahlen belegt ist.»

Der Kennzahlenvergleich zur Sozialhilfe, erarbeitet von der Berner Fachhochschule und der Städteinitiative Sozialpolitik, dokumentiert bereits zum 18. Mal die aktuellen Entwicklungen von 14 Schweizer Städten. Zum ersten Mal wurde untersucht, ob bestimmte Haushalts- und Familienformen ein stark erhöhtes Sozialhilferisiko aufweisen.

In der Sendung «Treffpunkt» erzählt Wiki (19) von ihrem Leben als alleinerziehende Mutter und Sozialhilfebezügerin. Allen betroffenen Müttern rät sie, viele Fragen zu stellen, um mit dem Schicksal besser klar zu kommen.

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Wiki (19): «Traut euch Fragen zu stellen»

0:29 min, vom 7.11.2017

Moderation: Michael Brunner, Redaktion: Krispin Zimmermann