Katholisch-reformierte Ehepaare waren früher nicht gerne gesehen

Wenn noch vor vierzig Jahren zwei geheiratet hatten, der eine Teil katholisch und der andere reformiert, gab es Probleme. Die katholische Kirche wollte nicht, dass das Paar reformiert heiratete. Und auch gesellschaftlich eckte ein solches Paar mitunter an.

Zwei Hände, sich übereinandergehalten werden
Bildlegende: Heiraten mit Handicap, wenn die Konfession nicht die gleiche ist KEYSTONE/Gaetan Bally

Manchmal gerieten sich die Familien des Paares in die Haare oder die Paarbeziehung ging sogar in die Brüche. Heute ist eine gemischtkonfessionelle Ehe zwischen Katholiken und Reformierten kaum mehr ein Thema.

Im «Treffpunkt» erzählen Hörerinnen und Hörer von ihren Erfahrungen. Der Berner Religionsforscher Stefan Huber von der Uni Bern zeigt auf, warum es Probleme gab und warum diese heute praktisch verschwunden sind.

In einem Nationalfondsprojekt geht der Berner Professor Stefan Huber im Moment der Frage nach, was eine gemischtreligiöse (oder auch gemischtkulturelle) Ehe zum Gelingen und was zum Scheitern bringt. Er zeigt dies unter anderem bei Paaren mit christlich/muslimischem Hintergrund. Sie kämpfen heute mit ähnlichen Problemen, wie damals die gemischtkonfessionelle Paare.

Moderation: Sandra Schiess, Redaktion: Jürg Oehninger