Königliche Hochzeit – was soll das Theater?

Es ist für viele die Hochzeit des Jahres: Am Samstag geben sich der britische Prinz Harry und die amerikanische Ex-Schauspielerin Meghan Markle das Ja-Wort. Warum lässt eine königliche Hochzeit so viele Herzen höher schlagen? Im «Treffpunkt» erklärt ein Fachmann den Zauber heutiger Monarchien. 

Royals-Fan hält Flagge mit Meghan und Harry in die Kamera.
Bildlegende: Für Fans der Royals ist der 19. Mai einer der wichtigsten Tag dieses Jahr. Keystone

Die britische Monarchie hat heute kaum mehr eine politische Funktion. Eine psychologische aber sehr wohl. Das sagt René Häusler, Historiker und Politologe, der sich intensiv mit der Rolle von Monarchien auseinandergesetzt hat. «Eine Monarchie dient als Projektionsfläche. Sie gibt abstrakten Begriffen wie Stolz, Tradition oder Einheit ein Gesicht.»

Gerade in politisch unsicheren Zeiten strahlten Monarchien zudem Stabilität aus. «Die Thronfolge in der britischen Monarchie ist auf Jahrzehnte hinaus geregelt. Das gibt Sicherheit – im Gegensatz zu Staatspräsidenten, bei denen wir nie wissen, was als nächstes passiert», sagt Häusler.

In der Sendung «Treffpunkt» analysiert Häusler die Strahlkraft der britischen Monarchie am Beispiel der Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle. Und er erklärt, was das Königshaus braucht, um auch im Zeitalter schnelllebiger sozialer Massenmedien seinen Zauber zu bewahren.

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Harry und Meghan – Frischer Wind im Königshaus

44 min, aus DOK vom 17.5.2018

Moderation: Christina Lang, Redaktion: Anna Wepfer