Lasst uns pfeifen und fröhlich sein

Wenn jemand durch die Strassen schlendert und fröhlich ein Liedchen pfeift, scheint er zufrieden zu sein. Pfeifen wird oft mit Fröhlichkeit verbunden. Es ist aber auch eine Art von Kommunikation. Und: Pfeifende Frauen galten früher als höchst unschicklich. Ein «Treffpunkt» mit Pfiff.

Der Schweizer Sänger Sebalter auf der Bühne am Pfeifen.
Bildlegende: Punkten mit Pfeifen: Sebalter am Eurovision Song Contest 2014. Keystone

Wenn man früher pfeifende Frauen als unschicklich wahrnahm, ging es nicht nur um das Pfeifen mit den Fingern, sondern auch um das sogenannte «labiale Pfeifen». Man störte sich früher vor allem an der Mimik, weil beim labialen Pfeifen die Lippen zu einem kleinen «o» geformt und die Zungenspitze leicht gerollt werden. Das war einmal ...

Pfeifen in der Musik

Inzwischen pfeifen Sänger in ihren Hits ganze Liedpassagen. Die Scorpions mit «Wind of Change» zum Beispiel, auch Roger Whittaker oder Ennio Morricone haben es getan, genauso wie der Tessiner Sänger Sebalter. Wie Letzterer überhaupt auf die Idee kam, eine Passage des Liedes zu pfeifen, das er für die Schweiz am Eurovision Song Contest 2014 sang, erzählt er im «Treffpunkt».

Pfeifen als Kommunikationsmittel

Pfeifen ist aber nicht nur Unterhaltung, sondern auch Kommunikation. Das Pfeifen ermöglicht eine Kommunikation über weite Distanzen. Die besterforschte Pfeifsprache ist «El Silbo», die einst auf den gesamten kanarischen Inseln gebraucht wurde, heute aber nur noch auf La Gomera existiert.

Moderation: Adrian Küpfer, Redaktion: Ladina Spiess