Mein Kaktusfieber brachte mich bis in Bill Gates Nachbarsgarten

Sie sind stachelig, piksen und manche sind nur so klein, wie ein Daumennagel. Kakteen können aber so faszinierend sein, dass man für sie bis ans andere Ende der Welt reist. In der Sendung «Treffpunkt» stossen wir auf genau einen solchen Kakteen-Globetrotter.

Rolli Stuber «frisiert» für besondere Gäste die Haare seiner Kakteen.
Bildlegende: Rolli Stuber «frisiert» für besondere Gäste die Haare seiner Kakteen. SRF

Rolli Stuber aus Basel trifft man oft auf allen Vieren an, auf der Suche nach einer seltenen Kakteenart. Mit dem Kakteenfieber wurde er schon früh angesteckt. «Als kleiner Knirps erbettelte ich mir im Blumenladen meinen ersten kleinen Kaktus». Obwohl er damals diesem Kaktus viel zu viel Wasser gab und dieser einging, hörte er nicht mehr auf diese Pflanzen zu sammeln. «Für mich ist es das Grösste, wenn ich einen Kaktus zum Blühen bringe».

Noch heute bereist der Basler für seine Kakteen die Welt, diskutiert mit Gleichgesinnten im Kakteenverein oder Internet oder er hält Vorträge über die vielen stacheligen Kakteenarten. Dank ihnen erlebte er schon die spannendsten Begegnungen. «Wegen den Kakteen war ich schon beim Nachbarn von Bill Gates eingeladen oder traf mich mit dem Finanzminister von Monaco».

Das Expeditions- und Sammelfieber im 19. Jahrhundert sorgte dafür, dass viele Kakteenarten nach Europa kamen und sie auch erforscht wurden. Allerdings war dies auch ein teures Vergnügen. «Es gibt eine Kaktussorte, die wertvoller war als Gold» erzählt Rolli Stuber.

Aus der Hörerschaft

Während der Sendung sind aus der Hörerschaft Bilder eingegangen (siehe Galerie unten). Und Elisabeth Thoma aus Oberterzen (SG) hat uns ein Zeitraffer-Video geschickt und schrieb dazu (siehe Video ganz unten): «Unsere Königin der Nacht im Garten unseres Ferienhauses in Spanien.»

Kaktus-Zeitraffer von Elisabeth Thoma, Oberterzen (SG)

Moderation: Christina Lang, Redaktion: Sirio Flückiger