Nulltoleranz am Steuer?

Der Effekt ist spürbar: Seit der Einführung der 0,5 Promille-Grenze im Jahr 2005 haben Unfälle mit Alkohol am Steuer abgenommen.

Nicolas Friedli bläst am Freitag, 7. Januar 2005 in Olten bei einer Verkehrskontrolle mit guten Gewissen in das Gerät von Polizist M. Wyss - das Gerät zeigte 0,0 Promille an.
Bildlegende: Nicolas Friedli bläst am Freitag, 7. Januar 2005 in Olten bei einer Verkehrskontrolle mit guten Gewissen in das Gerät von Polizist M. Wyss - das Gerät zeigte 0,0 Promille an. Keystone

Wie aus einer Statistik der Beratungsstelle für Unfallverhütung hervorgeht, ist die Zahl der jährlichen Todesopfer durch Unfälle unter Alkoholeinfluss auf 50 bis 60 Personen pro Jahr gesunken.

Nun soll die Promille-Grenze für Neulenker mit einer dreijährigen Probezeit sowie Berufschauffeure erneut gesenkt werden. Voraussichtlich ab 1. Januar 2014 gilt für diese Strassenverkehrsteilnehmer die Nulltoleranz.

Sollte die Nulltoleranz am Steuer nicht für «alle» gelten? Im «Treffpunkt» geht der Frage nach, was ein 0,0 Promille-Grenzwert für eine Wirkung hätte und ob diese Massnahme tatsächlich für noch weniger Unfälle mit Alkohol am Steuer sorgen würde.

Bei den Hörern von Radio SRF 1 hat ein generelles Alkohol-Verbot am Steuer schlechte Chancen. In einer Online-Abtimmung stimmten über 70 Prozent der Hörer gegen eine Nulltoleranz für alle.

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Wie viel sind 0,5 Promille?

7:50 min, aus Kassensturz vom 15.10.2002

Moderation: Adrian Küpfer, Redaktion: Pascale Folke