Organhandel in der Schweiz?

In der aktuellen Staffel der SRF-Fernsehserie «Der Bestatter» geht es unter anderem um Organhandel. Bis in die Schweiz sollen die illegalen Machenschaften ausländischer Banden reichen. Ist so ein Szenario denkbar?

Mann trägt Kühlbox mit der Aufschrift «Menschliches Organ».
Bildlegende: In speziellen Kühlboxen werden Organe transportiert. Keystone

In der Schweiz warteten letztes Jahr weit über 1200 Personen auf ein Organ. Dieser Zahl standen etwas über 100 Spenderinnen und Spender gegenüber. Dieses Missverhältnis würde den illegalen Handel mit Organen in der Schweiz theoretisch begünstigen.

Hinweise auf solche Machenschaften gebe es allerdings keine, sagen sowohl die Koordinationsstelle gegen Menschenhandel und Menschenschmuggel (KSMM) wie auch die nationale Stiftung für Organspende und Transplantation, Swisstransplant.

Grund dafür sei insbesondere die grosse Transparenz, welche in der Schweiz im Zusammenhang mit Transplantationen gelte. Dennoch sei man sich der Gefahr bewusst, sagt Franz Immer, Chef der Stiftung Swisstransplant im heutigen «Treffpunkt».

Moderation: Adrian Küpfer, Redaktion: Stefan Wüthrich