Psychisch Kranke werden auch zu Hause behandelt

In vielen Fällen ist es besser, wenn psychisch erkrankte Menschen zu Hause bleiben können und nicht in eine Klinik eingewiesen werden müssen. Das heimische Umfeld - die eigene Wohnung oder die Angehörigen - können den Gesundungsprozess beschleunigen.

Eine Orchidee an einem Fenster, mit Blick nach draussen.
Bildlegende: Die eigenen vier Wände können den Heilungsprozess beschleunigen. Colourbox.

«Hometreatment» nennt sich die Strategie, psychisch erkrankte Menschen bei ihnen zu Hause zu behandeln, wo sie leben und wo sie sich wohl fühlen. Ein Team von Ärzten, Psychologen, Pflegefachpersonen und Sozialarbeitenden sucht die Patienten für eine gewisse Zeit, einmal pro Tag, auf. Erfahrungen seit wenigen Jahren zeigen bereits, dass diese Methode günstiger ist als ein Klinikaufenthalt.

Nicht in jedem Fall ist eine Behandlung zu Hause möglich. Das hängt von der Schwere der Erkrankung ab, von einer möglichen Selbstgefährdung, etc. In den Fällen, bei denen ein Hometreatment möglich ist, geben die Erfolge aber der Methode recht.
Praktiziert wird Hometreatment vor allem in skandinavischen Ländern. In der Schweiz existiert es bis jetzt in wenigen Kantonen, unter anderem in den Kantonen Zürich, Luzern oder Aargau.

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Jürg Oehninger