Schneller siegen mit dem Läufer-Gen?

Zuhause auf der Couch wird schnell klar: Die im TV gezeigten Spitzensportler gewinnen, weil sie mehr trainieren. Weil sie den Willen haben, auch bei Schmerzen weiter trainieren und an ihren Sieg glauben. Die Wissenschaft aber weiss: Sprinter-Gold oder Marathon-Sieg sind auch genetisch bedingt.

Nach dem Zieleinlauf zeigt sich die Schweizer Frauen-4x-100-Meter-Staffel erfreut über ihren 5.Rang.
Bildlegende: Weltspitze: die Schweizer Frauen-4x-100-Meter-Staffel erreichte an der WM 2017 in London den hervorragenden 5.Platz. Keystone

Indes: Genügt dieses «Läufer-Gen», um im Spitzensport zu reüssieren? Wie gross ist sein Anteil? Und was braucht es sonst noch, um an die Spitze zu kommen? Und dort zu bleiben? Im «Treffpunkt» gibt jener Leichtathletik-Trainer Antworten, der die aktuelle Schweizer Frauen-4x-100-Meter-Staffel an die Weltspitze führte: Ralph Mouchbahani arbeitete schon vor 10 Jahren als Sprint-Nationaltrainer für den Schweizer Verband.

In den letzten 4 Jahren leitete Mouchbahani eine Sport-Entwicklungs-Proejekt in Sambia. Also auf jenem Kontinent, wo die erfolgreichsten Langstreckenläufer im Osten leben, während die meisten der erfolgreichsten Sprinter westafrikanische Wurzeln haben. Auch das hat die Wissenschaft nachgewiesen: in Ostafrika ist das Läufer-Gen eher auf Langstrecke getrimmt, in Westafrika auf den Sprint.

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Fredy Gasser