Wenn Fehler tödlich enden

Rund 2000 Menschen sterben in der Schweiz jährlich wegen Fehlern in der medizinischen Behandlung. Meist passieren sie nicht einem Arzt oder einer Pflegerin, sondern als ganze Kette von Ursachen. Entsprechend ausgeklügelt arbeiten Spitäler daran, aus Fehlern zu lernen und so neue Fehler zu vermeiden.

Operationssaal: Blick in einen geöffneten Bauch eines Patienten; auf mehreren Seiten von ihm stehen Chirurgen und Pflegepersonal mit Haube und Maske.
Bildlegende: Jeder Handgriff sitzt. Trotzdem passieren auch im Operationssaal Fehler. Colourbox

Im Simulations-Zentrum des Unispitals Zürich lernen angehende medizinische Fachleute – von der Pflegerin bis zum Chirurgen – nicht nur Handgriffe und Abläufe von Operationen. Sie arbeiten dort auch in simulierten, komplexen und fehleranfällgien Situationen. Die Erkenntnisse aus solchen Übungen helfen, Fehlerquellen zu entdecken und so künftige Fehler im wahren Operations-Alltag zu vermeiden.

Dabei hilft der Medizin auch die jahrzehntelange Fehlerkultur aus der Luftfahrt: Dort wird jeder Unfall anonmyisiert bis ins Detail dokumentiert und ausgewertet. Ein ähnliches System soll sich auch in der Medizin etablieren. «Aber eins-zu-eins können wir das System aus der Luftfahrt nicht übernehmen», sagt Bastian Grande. Er ist Leiter des Simulations-Zentrums am Unispital Zürich. Im Treffpunkt erzählt er, wie sein Team an der Fehlervermeidung in der medizinischen Behandlung arbeitet.

Moderation: Sandra Schiess, Redaktion: Fredy Gasser