Ecuador - Ölförderung im Yasuni-Nationalpark

  • Samstag, 27. Juni 2020, 7:33 Uhr
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Er ist fast zehn Millionen Quadratmeter gross - und so artenreich wie kein anderes Gebiet weltweit: Im Yasuni-Nationalpark im Osten Ecuadors leben so viele Frösche und Insekten wie in den USA und Kanada zusammen. Trotzdem wird hier, im Amazonas-Dschungel, Erdöl gefördert, viele Millionen Liter.

Der ursprüngliche Dschungel ist längst abgeholzt. Wo früher undurchdringlicher Dschungel war, säumen rostige Pipelines eine Strasse.
Bildlegende: Der ursprüngliche Dschungel ist längst abgeholzt. Wo früher undurchdringlicher Dschungel war, säumen rostige Pipelines eine Strasse. SRF. Maren Peters

Dabei hätte alles ganz anders laufen können: 2007 bot die damalige Regierung der Weltgemeinschaft an, das Öl im Boden zu lassen, wenn die internationale Gemeinschaft einen Teil der erhofften Einnahmen kompensiert. Das hätte den sensiblen Regenwald gerettet und damit dem Klima viele CO2-Emissionen erspart.

Es hätte ein globales Pilotprojekt in Sachen Umwelt- und Klimaschutz werden können und einem Entwicklungsland ganz neue Perspektiven erschliessen können – jenseits des Öls. Doch kaum jemand war bereit zu zahlen. 2013 erklärte die Regierung die Yasuni-ITT-Initiative für gescheitert. Und gab auch Öl-Felder im tiefsten Innern des Parks zur Ausbeutung frei. Denn dort liegt rund die Hälfte der Ölreserven des Yasuni-Parks. Seit vier Jahren wird hier gebohrt. Das meiste Öl geht an China.

Was das für die Umwelt und dort lebende Indigene bedeutet, das zeigt ein Besuch in Ecuador – kurz vor dem Lockdown.

Moderation: Iwan Lieberherr, Redaktion: Iwan Lieberherr